Die Verbrechen der DDR sind in den Bildern von Diana Achtzig zu sehen

Zeitungsartikel, 09.05.2018

 

Die Verbrechen der DDR sind in den Bildern von Diana Achtzig zu sehen

Mobbing in der DDR-Schule
In ihren Stasi- und DDR-Bildern arbeitet die studierte Diplomkünstlerin Diana Achtzig (Universität der Künste Berlin) ihre Vergangenheit im Osten des damals geteilten Deutschlands auf. In Ost-Berlin geboren und aufgewachsen, hat die Künstlerin die Ungerechtigkeiten des SED-Regimes hautnah miterlebt. Sie wurde jede Woche von den Schülern gemoppt und blutig geschlagen. Der Kampfsport Judo beendete ihr Martyrium in der DDR-Schule. Kritische Stimmen, besonders von Künstlern und anderen Unangepassten, wurden um jeden Preis zum Schweigen gebracht. Begehrte man auf oder widersetzte sich in irgendeiner Form, drohte Gefängnis in Bautzen.

Die teuflischen Machenschaften der STASI sind körperlich spürbar
In ihren Gemälden auf Leinwand ist stets diese unterschwellige Bedrohlichkeit präsent, ja fast körperlich spürbar. Die Bäume haben menschliche Füße, die Augen der Stasi beobachten heimlich und können überall lauern, die Gefahr ist immer gegenwärtig. Jeder könnte ein Spitzel sein, jedes Wort musste sorgsam gewählt werden, weil man nie wusste, wessen Ohren zuhörten. Gehörnte Wesen bevölkern Diana Achtzigs Bilder und symbolisieren die teuflischen Machenschaften der Stasi. Die Überwachungsmethoden der Geheimpolizei kannten keine Grenzen.

Diana Achtzigs DDR-Bilder zeigen die Vielfalt und Flucht in die Freiheit
Eines der zentralen Themen im Werk von Diana Achtzig sind die Brüche in den Biografien der Menschen vor einem historischen Hintergrund. So sind ihre Bilder auch im Kern immer historische Zeitdokumente und teils von konkreten Ereignissen inspiriert, wie zum Beispiel das Bild „Fluchttunnel an der Bernauer Straße“ (2017). Grenztürme, Hochstände oder Stasi-Villen setzen einen Kontext und fungieren als Insignien von allgegenwärtiger Kontrolle, Macht und Ungleichheit der Stasi und SED.

Doch auch im politischen und historischen Konzept dieser Bilder stehen der Mensch und seine facettenreichen Emotionen im Vordergrund. Romantik und Sehnsucht durchdringen ebenfalls Diana Achtzigs DDR-Bilder, denn ein brutales Regime kann den Drang des Menschen nach Flucht und Freiheit zwar unterdrücken, aber letztlich niemals vernichten.

Ihre Inspirationsquelle bildet die Neue Leipziger Schule
Gleichzeitig bedient sich die Malerin dabei aber einer sehr sinnlichen Formensprache im Zusammenspiel mit kubistischen Kompositionsprinzipien, die den Bildraum strukturieren. Die Bilder dieser Serie sind geprägt von kräftigen, leuchtenden Farben und die dynamische Pinselführung erzeugt Lebendigkeit und Bewegung. Inspiriert wurde Diana Achtzig unter anderem von Künstlern wie Willi Sitte, der zu DDR-Zeiten für seine stämmigen Figuren von wuchtiger Körperlichkeit bekannt war, und Arno Rink, einem der wichtigsten Maler der Leipziger Schule. Zudem entstanden einige dieser Bilder im Rahmen des Malunterrichts bei Alex Bär, einem bekannten Vertreter der Neuen Leipziger Schule. Die Künstlerin Diana Achtzig gehört zur Berliner Schule.

Heute stellt die Künstlerin Diana Achtzig regelmäßig ihre DDR-Bilder aus
Alle Originalgemälde wurden bereits im Museum der Berliner Schule für Malerei und der Achtzig-Galerie für zeitgenössische Kunst in Berlin regelmäßig in Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt.Die figurativen und kubistischen Formen der Bildkompositionen zeigen Mischwesen zwischen Mensch und Tier. Sowie die DDR-Verbrechen zur kostenfreien Kunstausstellung am 22. Juni 2018 in der Kunstgalerie. Je um 19 Uhr werden ihre Ölbilder auf Leinwand in Gruppenausstellungen in der Achtzig-Galerie, Hagenauer Str. 7, 10435 Berlin präsentiert.

Das aktuelle Thema der Künstlerin lautet: Krieg zwischen Punks und der Polizei in der Rigaer Straße.

Noch im Mai 2018 erscheint ein Buch über die teuflischen SED- und STASI-Verbrechen beim Verlag Amazon mit dem Titel: „Das Museum der Berliner Schule der Malerei und die Kunst von Diana Achtzig“.

Museum der Berliner Schule für Malerei
Achtzig-Galerie für zeitgenössische Kunst
Hagenauer Str. 7
10435 Berlin