Übersicht
- 10.12.2009 - Lesung mit Till Waltz aus der "Geheimakte Nofretete"
- 04.12.2009 - Vernissage »„Der Bundestrojaner“ ist surreal aktiv!«
- 06.11.2009 - Vernissage »Traumwelten« mit Alexandra Badt
- 06.11.2009 - Live-Konzert: Arjopa - singt zur Vernissage von Alexandra Badt
- 27.09.2009 - ZDF-Beitrag - „Berlin Brunnenstraße - Quelle der Kunst“
»Der Bundestrojaner“ ist surreal aktiv!«
04.12.2009 - Vernissage »„Der Bundestrojaner“ ist surreal aktiv!«
Die neue Gruppenausstellung “Der Bundestrojaner - ist surreal aktiv“ (Vernissage: 04.12.09, Ausstellung: 05. 12. 2009 – 02.01.2010) in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst entführt den Betrachter in die strukturell bedingten Schreckensszenarien unserer hochtechnisierten Welt und lässt diese abstrakten Bedrohungen in der künstlerischen Aufarbeitung (be)greifbar werden. Ausgestellt werden Gemälde von Alexandra Badt, Maxim Karikh, Nils Franke, Sonja Tines, Sabine Schneider (Berlin), Mariana Scvortova und Diana Achtzig (Berlin) sowie Werke aus dem Bereich der Skulptur von Peter Gragert (Berlin).
Das Gemälde „Der Bundestrojaner“ (2006/07, Öl auf Leinwand, 120x100cm) von der jungen Berliner Künstlerin und Galeristin Diana Achtzig stellt bereits in seinem Titel die oben skizzierte Verbindung zum aktuellen Zeitgeschehen her. Das in kühlen Farbtönen gehaltene Bild inszeniert den möglichen Angriff der gleichnamigen umstrittenen Spionagesoftware auf die postmoderne Gesellschaft. Auffällig sind die in der Perspektivwahl, Linienführung und Farbgebung offenbar werdenden Elemente des veristischen Surrealismus, die mit hoher Innovationskraft und der aktuellen Themenwahl kraftvoll in die künstlerische Gegenwart katapultiert werden, um den modernen Bundestrojaner, dieses digitale Schreckgespenst, sichtbar zu machen.
Der surreal aktive Bundestrojaner begegnet dem Betrachter in der Gestalt einer überdimensionalen Frau, die die ebenso groteske wie schreckliche Szenerie beherrscht. Es ist ein Spiel von Macht und Ohnmacht, das hier zur Inszenierung gelangt, wenn dieser weibliche Bundestrojaner dabei beobachtet wird, wie er zwei Männer mit einer Art Lasso oder Peitsche einfängt. So ist diese Bildwelt auch gleichzeitig die Erzählung von der Entfesselung weiblicher Gewalt in einer männlich repräsentierten Welt, in der die beiden Männer das kollektive Leiden der postmodernen Gesellschaft an den selbsterschaffenen Strukturen der Überwachung und dem damit verbundenen Verlust der Freiheit symbolisieren.
Über der ganzen Szenerie thront ein modernes Abbild des trojanischen Pferdes. Auch dieser Rückbezug auf uralte geschichtliche Symbole, die fest im Wissenshorizont der westlichen postmodernen Gesellschaft verankert sind, ist ein typisches Merkmal der Werke Diana Achtzigs. Das Bild des trojanischen Pferdes, das die anthropologisch-uralte Geschichte von Verführung und Täuschung und somit die Spannungspole der Bildwelt perfekt in sich vereint, verweist auch auf den möglichen apokalyptischen Ausgang der Geschichte: Troja ist gefallen und auch der Bundestrojaner ist zumindest im Begriff, die Welt in Gestalt der beiden Männer zu unterjochen.
Erst am 27. Januar dieses Jahres reichte der Vorsitzende der Humanistischen Union, Prof. Dr. Frederik Roggan, Verfassungsbeschwerde gegen eben jenes BKA-Gestz ein, das dem Bundestrojaner den Weg geebnet hatte. Diese aktuellen Vorgänge belegen nachhaltig die Brisanz und ungebrochene Aktualität des hier verarbeiteten Themas.
Die Vernissage zur neuen Ausstellung „“Der Bundestrojaner“ ist surreal aktiv!“ in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst findet am 4. Dezember 2009 von 19:00-22:00 Uhr in der Brunnenstrasse 150 in 10115 Berlin statt.
Die Ausstellung selbst können Kunstinteressierte vom 05.12.2009 bis zum 02.01.2010 besuchen. Die Galerie ist von Donnerstag bis Samstag in der Zeit von 15:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Die Künstlerin Diana Achtzig malt in einem Atelier in Berlin Friedrichshagen neben dem Haus des schwedischen Dichters Ola Hansson dort quartierte sich im September 1892 der schwedische Schriftsteller August Strindberg für kurze Zeit ein.
Bitte melden Sie sich wie folgt zur Vernissage an: info@dianaachtzig.de
»Traumwelten«
06.11.2009 - Vernissage »Traumwelten« mit Alexandra Badt
Traumhaft gut! -- Ausstellungseröffnung der Werke Alexandra Badts in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössiche Kunst
Das Versprechen für einen heißen Kunstherbst, das die junge Galeristin Diana Achtzig schon vor der Eröffnung ihrer Galerie den Berlinern gegeben hatte, löst sie vehement ein!
Begeisterte zuletzt eine Ausstellung der jungen Künstlerin Sonja Tines die Hauptstadt, so naht in Gestalt der jungen ukrainischen Malerin Alexandra Badt bereits die nächste Kunstsensation dieses Herbstes. Sie hat unter /Georg Baselitz, Daniel Richter und Valérie Favre an der UdK in Berlin studiert.
Der Titel der Vernissage "Traumwelten" erklärt schlagkräftig, wohin die junge kosmopolitische Künstlerin ihr Publikum entführen will. Es soll sich an ihrer Seite in "Traumwelten" wagen, die den Betrachter durch eine Explosion der Farben und Motive in ihren Bann ziehen. Die "träumerische" Vielfalt der Visionen Alexandra Badts erinnert an die Hochschätzung des Traums als alternativer, mehr noch, als eigentlicher Wirklichkeit durch die Künstler des Surrealismus, die dem Betrachter die Neubewertung und oder die Flucht aus der Alltagsrealität ermöglichen sollte.
Doch inszeniert Alexandra Badt das Motiv des Traums als Grundhaltung des Menschen komplett neu: Der Surrealismus bezog seine suggestive Kraft aus der Zusammenführung disparater Elemente, die jedes für sich meist streng mimetisch abgebildet wurden. Alexandra Badts Traumwelten hingegen, vollziehen den Absprung aus der Realität schon auf der Darstellungsebene.
Die Motive scheinen häufig denkbar einfach, oft sind es Porträts, doch die Ausführung geschieht in einem malerischen Aufruhr, der die Farben und Linien in einem wilden Strudel auflöst und den Betrachter mit diesen entweder noch nicht klar umrissenen oder schon wieder in Auflösung begriffenen Traumwelten konfrontiert. Und immer wieder offenbart sich hinter diesem Strudel letztlich eine Welt der Widersprüche und der zerbrochenen Dichotomien: Das Gemälde "Red Horse" ist durch die extravagante Farbgebung und Motivwahl in Form des sich aufbäumenden Pferdes von einer unglaublichen Lebendigkeit und Schönheit. Doch dieser erste Eindruck von Vitalität und höchster Ästhetik gerät schnell in einen Widerstreit mit einem zweiten, ebenso mächtigen, Unterton, der immer lauter anschwellt, je länger man das Bild betrachtet: Das sich aufbäumende Pferd steht in alles verzehrenden Flammen, neben der intensivsten Vitalität lauert der Tod und auf dem Zenit der Schönheit lauert die Vernichtung -- die Verkehrung ins Nichts.
Die Vernissage zur Ausstellung "Traumwelten" von Alexandra Badt findet am 06.11.2009 in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst (Brunnenstr. 150, 10115 Berlin) von 19:00 bis 22:00 Uhr statt.
Bitte melden Sie sich wie folgt zur Vernissage an: info@dianaachtzig.de
»Arjopa - Live«
06.11.2009 - Live: Arjopa - singt zur Vernissage von Alexandra Badt
Die spektakulärste Stimme Berlins!!
Die Berlinerin, die 2 -3 Töne gleichzeitig singt!!
Arjopa (das "Berliner-Stimmband Digeridoo", TIP-Berlin) und ihre Band weben einen schamanisch/schrägen Klangteppich aus tuvinschem Khoomei- Kehlgesang, hypnotischen Beats, Maultrommel-Flangern, Elektroklängen von The Master U-like, magischen Cellosounds und energischen Saitenklängen - Arjopas Country Punk ist tief im Schamanismus verwurzelt und ihre Crazy Lyrix in 4 Sprachen ( Englisch, Deutsch, Russisch & Tuvinisch) korrespondieren keck mit ihrer kessen Berliner Schnauze!
Hier tanzen die Taigageister mit!
Das optische Enviornment wird gestaltet durch eine Video-Installation aus alten sibirischen Dokfilmen!
Das Publikum wird nicht nur in die sibirische Taiga, sondern auch in den Dyngledey, die tiefe schamanische Trance, entführt.
Arjopa (www.arjopa.com) hat bereits mit Kehlgesangslegenden wie der Band _Yat-Kha_ die Bühne geteilt, wird von ihren tuvinischen/ russischen Kollegen sehr geschätzt, und ihre internationale Fangemeinde wächst ständig.
Ein Geheimtipp, schwer kultverdächtig!!
Radio Multikultis anerkennender Kommentar:
Arjopa singt tuvinsichen Kehlgesang vom Feinsten -- echt wie in Sibirien!
Was ist Khoomei-Kehlgesang?
Als Kehlgesang (auch Khoomei), bezeichnet man die höchste Stufe des Obertongesangs. Hier bei werden mehrere vokal erzeugte Obertöne stark gebündelt und zu Melodien und Rhythmen verwoben.
Als Ursprung dieser uralten schamanischen Gesangstechnik gelten die Weiten des südsibirischen Tuva (u.a. bekannt durch Huun Huur Tu). Der faszinierende Klang des Khoomei erinnert entfernt an ein Digeridoo oder an eine Maultrommel. Khoomei hat nicht nur einen rituellen Hintergrund, sondern wird auch in der traditionellen südsibirischen Volksmusik verwendet.Dortige, schamanisch geprägte Völker imitierten mit diesen archaischen Klängen Naturgeräusche um auf ihre Art mit der Natur und ihren Geistern zu kommunizieren.
»Geheimakte Nofretete«
10.12.2009 - Lesung mit Till Waltz aus der "Geheimakte Nofretete"
DIe Lesung findet am 10.12.2009 um 19:00 Uhr in der Achtzig-Galerie statt.
Der Autor Till Waltz liest selbst
Zur Ausstellungseröffnung des neuen Museums (http://www.neues-museum.de/) in Berlin am 17. Oktober kehrt NOFRETETE nach 70 Jahren wieder zurück fast und gleichzeitig erschien das Buch GEHEIMAKTE NOFRETETE, denn sie birgt noch immer ein Geheimnis, ist sie echt oder falsch, gehört sie zu Berlin? Auf all diese Fragen antwortet der Autor TILL WALTZ in seinem Buch GEHEIMAKTE NOFRETETE in einem Krimi, der den Leser zu Höchstleistungen anspornt und eigene Gedanken zur Geschichte gewähren lässt. Zur Eröffnung des Neuen Museums wird diese Frage wieder aktuell und populär werden und das Buch gibt reichlich Anstoß zu eigenen Überlegungen. Der Autor TILL WALTZ, selbst einmal Pressechef der Ullstein-Verlage stieß bei Recherchen auf Hinweise, dass es in Kriegszeiten zwei dieser Büsten gab. Dieses Thema hat ihn nicht wieder losgelassen und hat mit eigenen Recherchen ein Buch darüber geschrieben. Mit seiner Theorie lässt er den Leser glauben, dass einem jungen Ägyptologen im Rahmen des Umzuges der Büste unabweisbare Zweifel an der Echtheit der Nofretete kommen, die ihm zum Verhängnis werden. Ein unglaublicher Krimi spielt sich in Berlin kurz vor der Eröffnung ab und auch mit kriminalpolizeilicher Mithilfe wird das Geheimnis der Büste ein ewiges Rätsel bleiben. Ein spannendes Buch mit zeitgeschichtlichen Hintergründen, gut recherchiert wird es seine Leser finden, die dem Thema Ägypten und Nofretete nicht entfliehen können. Text: Inge Kasan LiteraturCompany (http://www.literaturcompany.de)
„Berlin Brunnenstraße - Quelle der Kunst“
ZDF-Beitrag - „Berlin Brunnenstraße - Quelle der Kunst“
seit dem 27.09.2009 bleibt auch die Achtzig - Galerie für zeitgenössische Kunst und ihre Ausstellung »Quentin Tarantino - Ästhetik der Gewalt« nicht unerwähnt in der Mediathek des ZDF (Link 1) (oder alternativ Mediathek des ZDF (Link 2) (Link 3) bei StreamTv (Link 4) )
„Vorspiel der Verführung“
Vernissage am 02.10.09
Eine Einzelausstellung der Künstlerin Sonja Tines
Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst bringt ihre Besucher vom „Vorspiel der Verführung“ bis zur Ekstase
Nach dem sensationellen Erfolg Ihres „Erstlings“ „Quentin Tarantino – Ästhetik der Gewalt“ (mit den Künstlern: Alexandra Badt (Den Haag), Donald McWilliam (New York), Maxim Karikh (Mannheim), Nils Franke (Leipziger Schule), Sonja Tines (München), Monique Schramm, Petra Schramm (Berlin)) beweist die Galeristin Diana Achtzig bei der für den Oktober geplanten Einzelausstellung „Vorspiel der Verführung“ der jungen Malerin Sonja Tines erneut ein gutes Gespür.
Das Zentrum der Bilder Sonja Tines`, deren künstlerische Ausdrucksstärke vielleicht auf ihre italienischen Wurzeln zurückgeht, stellt die Ekstase dar und es sind immer weibliche Figuren, die den Mittelpunkt dieses Gefühlsüberschwalls darstellen. Dunkelhaarig und schwermütig schön bewegen sie sich durch die verschiedensten, meist sehr düsteren, Szenerien und drängen das männliche Prinzip, das zum Beispiel als sexuelle Gewalt immer spürbar bleibt, an den Rand der Bildwelt. Sie erfüllen die verschiedensten Funktionen und erscheinen sowohl als verführerischer Vamp als auch als madonnenähnliche Erscheinung, die ihr totes Kind von einem Polizeitatort wegträgt.
Das weibliche Individuum als Ganzes wird dem Betrachter hier vor Augen geführt - in seiner Körperlichkeit, in seinen Emotionen (z.B. Trauer oder Geilheit) und in seiner Funktion als soziales Wesen, als Zentrum eines nur erahnbaren männlichen Gefüges (z.B. als moderne Königin in „Alice im Wunderland“, die die Männer (sexuell) beherrscht). Die Spannung der Bildwelten Sonja Tines`resultiert aus dem Wechselspiel dieser drei Komponenten zu einander sowie aus der hohen Kunstfertigkeit von Farbwahl und Maltechnik.
Wenn der Betrachter sich auf diese metaphysische Reise an der Seite dieser außergewöhnlichen jungen Künstlerin einlässt, wird er erkennen, dass unsere Welt mit ihren Dichotomien Risse bekommt und dahinter eine neue Wirklichkeit fassbar wird. Auf allen drei Ebenen des menschlichen Seins, der Physis, der Psyche und der Soziabilität gibt es ein unauflösbares Wechselspiel von gut und böse, Macht und Ohnmacht, Trauer und Freude – ein Crescendo der Gefühle jenseits des schlafähnlichen Trancezustandes, den uns die gesellschaftliche Wirklichkeit aufzwingt – „Vorspiel der Verführung“!
Die Ausstellung „Vorspiel der Verführung“ der Künstlerin Sonja Tines wird vom 03.10.09 bis zum 04.11.09 in der Achtzig- Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstr. 150 in 10115 Berlin zu sehen sein. In der Vernissage am 02.10.09 werden großformatige Ölmalerei und Zeichnungen gezeigt.
Bitte zur Vernissage anmelden unter: diana@dianaachtzig.de
Der Kunst-Herbst wird heiß!
Der Shootingstar der amerikanischen Kunstszene Donald McWilliam präsentiert seine Werke in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst
Die Sonderausstellung zur internationalen Kunstmesse art forum berlin ist am 26. und 27. September 2009 von 12.00 - 19.00 Uhr in der Achtzig-Galerie geöffnet.
Im September wird Berlin einmal mehr seinen Ruf als Hochburg der nationalen und internationalen zeitgenössischen Kunst verteidigen. Vom 24. bis 27. September 2009 findet auf dem Berliner Messegelände (Hallen 18-20, Halle 11.2, im Palais am Funkturm; Eingang: Halle 19, Hammarskjöldplatz, Berlin-Charlottenburg) die 14. Internationale Kunstmesse des art forum berlin statt.
Mehr als 130 Galerien aus aller Welt werden auf dieser Messe die Werke ihrer Künstler/Innen ausstellen. Im Zentrum steht auch dieses Jahr wieder die inner- und außereuropäische Gegenwartskunst und es präsentieren sich die jungen Shooting Stars der internationalen zeitgenössischen Kunstszene. Ganz in diesem Zeichen steht auch eine der Neuerungen, mit denen die Messe, die nicht nur als eine der bedeutendsten weltweit, sondern auch als eine der innovativsten gilt, ihre Besucher in diesem Jahr begeistern will: Der neueingerichtete Sektor focus soll jungen Galerien, die in den letzten fünf Jahren gegründet worden sind, eine einzigartige Plattform für die Präsentation der von ihnen betreuten Künstler/Innen bieten und damit die Chance, ihr spezifisches künstlerisches Profil vorzustellen.
Das ist Grund genug, kunstinteressierte Leser/Innen auf eine ganz besondere Ausstellung hinzuweisen, die anlässlich der Internationalen Kunstmesse in den Räumlichkeiten der noch ganz jungen Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstraße 150 (10115 Berlin) statt finden wird. Kuratiert wird die Ausstellung „TITEL“ von der Berliner Künstlerin und Galeristin Diana Achtzig und ist hochkarätig besetzt: Der New Yorker Künstler Donald McWilliam (New York), einer der Shooting Stars der amerikanischen Kunstszene, wird hier seine kontroversen, ständig zwischen dem Schönen und Schaurigen oszillierenden, Werke präsentieren.
Seine raumgreifenden Ölbilder, Installationen und Skulpturen zeigen Visionen unserer gesellschaftlichen Gefüge und führen den Betrachter oftmals an einen apokalyptischen Abgrund, der immer geschichtlich verwurzelt ist und so trotz seiner unfassbaren Abgründigkeit für das Publikum immer herleitbar bleibt. Beispielsweise begegnet der Betrachter in den Werken McWilliams zahlreichen Anspielungen auf das Römische Imperium: Wenn die Schere zwischen arm und reich immer größer wird, sitzt der „moderne“ Römer des 21. Jahrhunderts nicht mehr im Kolosseum und schaut dem Überlebenskampf der Gladiatoren zu, um sich aus seinem Elend zu flüchten – nein, er lehnt sich heute in den Kinosessel zurück und gibt sich hemmungslos den blutigen Gewaltspektakeln hin, die das zeitgenössische Kino seinen Fans bietet. Auch viele der in Goldtönen gehaltenen Skulpturen und Objekte McWilliams rufen Assoziationen an die Kunst der Römerzeit hervor. Doch in der Zeit einer Weltwirtschaftskrise, die die ganze Welt in ihrem Würgegriff hält, umhüllt das Gold nur kartonähnliche Gebilde: So wird auch hier das Werk McWilliams zum Gesellschaftskommentar: Gerade in den USA ist, wer vormals im (relativen) Luxus schwebte, heute gezwungen unter freiem Himmel zu leben und die kläglichen Überreste seiner Besitztümer nun in Kartons durch die neu entstandenen Elendsviertel Amerikas zu tragen.
Nicht versäumen sollten Kunstinteressierte auch die mit großer Spannung erwartete Eröffnungsausstellung der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst mit dem Titel Quentin Tarantino - Ästhetik der Gewalt in Film und Malerei (05.09. 09 – 01.10.09). In dieser Ausstellung präsentieren neben Donald McWilliam andere hochkarätige junge Künstler/Innen aus aller Welt ihre Perspektiven auf das Werk des infant terrible der internationalen Filmszene Quentin Tarantino, dessen neuer Film über den II. Weltkrieg „Inglourious Bastards“ am 28. Juli in Berlin Deutschland-Premiere feierte und schon im Vorhinein für heiße Kontroversen sorgte. Neben den Werken Donald McWilliams werden die Bilder, Installationen und Skulpturen Alexandra Badt (Den Haag), Donald McWilliam (New York), Maxim Karikh (Mannheim), Nils Franke (Leipziger Schule), Sonja Tines (München), Monique Schramm und Petra Schramm (Berlin) zu sehen sein. Als Kuratorin tritt auch hier Diana Achtzig auf, die durch die Aktualität und das Streit-Potenzial ihrer Ausstellungen ebenso wie durch die Wahl der hochkarätigen jungen Künstler/Innen, die ihre Galerie vertritt, schon jetzt beweist, dass von dieser Galerie, die den Anspruch hat, ebenso modern, innovativ und kontrovers sein zu wollen, wie die Stadt, in der sie beheimatet ist, viel zu erwarten ist: Der Kunstherbst wird heiß!
Bitte anmelden unter: diana@dianaachtzig.de
»Der Bundestrojaner« ist surreal aktiv!
Vernissage der Künstlerin Diana Achtzig
Auf der Kunstmeile der Naugarder Straße am 26. September 2009 von 10 bis 17 Uhr
Atelier A R T - F A S H I O N - B E R L I N,
Inhaberin: Undine Tornev
Naugarder Strasse 5
10409 Berlin
Der Bundestrojaner geistert ab dem 26. September 2009 durch den historischen Berliner Prenzlauer Berg. Von der Immanuelkirche bis zum Wasserturm vorbei zur Kunstmeile der Naugarder Straße 5 in das Atelier der Firma A R T - F A S H I O N - B E R L I N. Für einen Tag ist der Trojaner live von 10 bis 17 Uhr zu besichtigen.
Die Künstlerin Diana Achtzig aus Berlin schildert auf ihrem Bild »Der Bundestrojaner« (2006/07. Öl auf Leinwand. 120 × 100 cm) in dem für sie charakteristischen, veristisch surrealen Stil das Schreckensszenario eines Angriffs der gleichnamigen brisanten Spionagesoftware, deren Nutzen und Rechtmäßigkeit nach wie vor äußerst umstritten ist. Vor dem Hintergrund der vom stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Humanistischen Union, Prof. Dr. Fredrik Roggan, am 27. Januar 2009 eingereichten Verfassungsbeschwerde gegen das BKA-Gesetz ist dieses Thema weiterhin sehr aktuell.
Achtzigs surreal aktiver Bundestrojaner ist eindrucksvoll symbolisiert durch eine äußerst ambivalente Frauenfigur, die auf schockierende Weise kaltblütig und raffiniert zwei Männer einfängt. Beide stehen stellvertretend für das kollektive Leiden der postmodernen Gesellschaft an ihren selbst erschaffenen Strukturen. Über dem apokalyptisch anmutenden, in gedeckten und kühlen Farbtönen gemalten Szenario schwebt ein Trojanisches Pferd als konkreter Anzeiger für diese gefährliche Situation und Täuschung. „Der Bundestrojaner“ weist die für Achtzigs Bildwelt typische und nachhaltig wirkende, dramaturgische Inszenierung von Macht und Ohnmacht sowie zeitaktuellen Schaudermomenten auf.
Einladung zur Vernissage Diana Achtzig auf der Kunstmeile der Naugarder Straße in Berlin am 26. September 2009 von 10 bis 17 Uhr im Atelier der Firma A R T - F A S H I O N - B E R L I N, Inhaberin: Undine Tornev, Naugarder Strasse 5, 10409 Berlin.
Bitte zur Vernissage anmelden unter: diana@dianaachtzig.de
*Quentin Tarantino - Ästhetik der Gewalt*
*Termin:* Vernissage / Ausstellung am 04.09.09 um 19:00 Uhr
*Termin:* Party / achtzig opening party am 05.09.09 um 19:00 Uhr
Diese Einladung richtet sich an alle Kunstinteressierten in und um Berlin!
Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in Berlin (Brunnenstrasse 150, 10115 Berlin) wird ihre Pforten am 04.09.09 um 19:00 Uhr zu einer ersten Vernissage mit dem Titel Quentin Tarantino - Ästhetik der Gewalt in Film und Malerei für alle Kunstinteressierten öffnen. Im Rahmen dieser Gruppenausstellung werden die Werke junger hochkarätiger internationaler Künstler/Innen aus dem Bereich Videokunst, Malerei sowie Installationskunst präsentiert.
Quentin Tarantino (*1963) gilt unbestritten als einer der berühmtesten, aber auch umstrittensten Regisseure des zeitgenössischen amerikanischen Kinos. Mit Filmen wie „Pulp Fiction“ (1994), „Kill Bill Volume 1&2“ (2003/04) oder „Death Proof“ (2007) feierte er weltweite Erfolge. Der Wirkungsbereich Tarantinos beschränkt sich aber schon längst nicht mehr auf die Welt der bewegten Bilder. Bestimmte, immer wiederkehrende Elemente der Bildersprache Tarantinos haben bereits weite Teile der zeitgenössischen Malerei und Installationskunst infiziert. Es sind diese mal offen spürbaren, mal nur zu erahnenden Einflüsse auf die zeitgenössische Kunstszene, die diese erste vielversprechende Ausstellung anhand der innovativen Werke junger hochkarätiger Künstler/Innen nachzeichnen will.
Es ist besonders die Idee einer alles umfassenden Gewalt, die die Grundkonstante der Tarantino-Filmwelten bildet und junge zeitgenössische Künstler aus allen Bereichen fasziniert und inspiriert. Seine Charaktere sind brutal, sexuell pervers und sadistisch; nicht zuletzt, weil ihre Welt nur nach diesen Prinzipien zu funktionieren scheint und ihren Charakteren einen beständigen Kampf ums nackte Überleben abfordert. Diesem Kampf fallen die Nebenfiguren nahezu minütlich zum Opfer.
Es ist eine Welt des Zorns, der unmotivierten Gewalt und des erbarmungslosen, höhnischen Gelächters, die dem Betrachter hier entgegensteht. Doch zeigt der Erfolg der Werke Tarantinos deutlich, dass die zeitgenössische Gesellschaft einen Dialog mit dieser Welt sucht, in der sie vielfach die eigenen unterdrückten Gewaltfantasien, sexuellen Perversionen und seelisch-psychischen Abgründe wiedererkennt. Dies ist möglich, da die Ausgangslagen für Tarantinos abgründige Bilderorgien immer in der banalen Alltagswelt verwurzelt sind: In „Death Proof“ unternimmt eine Gruppe junger Mädchen im Cannabis-Rausch einen Ausflug zu einer Ferienhütte, als die Gewalt in der Person des Stuntman Mikes zuschlägt. Der sexuell schwer gestörte Psychopath eröffnet eine gnadenlose Jagd auf die Mädchen, die neben der Lust an hemmungsloser Gewalt keinen Motor zu kennen scheint. Doch auch die „heile Welt der Gewalt“ von Mike ist vor Tarantinos alles zersetzender Erzählweise nicht sicher: Im zweiten Teil des Films kehrt sich die Geschichte um, auch wenn sie sich nicht wesentlich verändert: Der Gejagte wird nun zum Gejagten und es sind starke Frauen, die ihn auf eine brutal-skurrile Art und Weise hemmungslos zur Strecke bringen.
Die Ästhetik einer reinen Gewalt als künstlerischem Prinzip ist ein Phänomen unserer Zeit. Daraus erklärt sich auch die Tatsache, dass die gewalttätigen Bildwelten Tarantinos in alle anderen Kunstbereiche Eingang gefunden haben. Die von Diana Achtzig kuratierte Ausstellung belegt dies auf eindrucksvolle Weise: So finden sich zum Beispiel in den Gemälden Petra Schramms (Berlin) und Donald McWilliams (New York) typische Tarntino-Figuren, die sich furios und bildgewaltig durch eine von schwerer Perversion und Verstörung, Sadismus und hemmungsloser Gewalt geprägten Welt kämpfen müssen. Eine Welt, die den Rezipienten verunsichert und abstößt, aber zugleich auch fasziniert: Er erschauert.
Tarantino selbst ist ein bekennender Fan von Kampfkunstfilmen und Italo-Western, die er häufig in seinen eigenen Filmen zitiert. Ebenso häufig zitiert er auch seine eigenen Filme und schafft so den Eindruck eines geschlossenen zeitgenössischen Universums der Gewalt, innerhalb dessen verschiedene Geschichten zu erzählen sind. Dies stellt eine weitere Gemeinsamkeit zu den innerhalb dieser Vernissage ausgestellten Künstler/Innen dar. Besonders in den Bildwelten Petra Schramms (Berlin) und Donald McWilliams (New York) findet sich eine solche Zitierweise der (eigenen) Kunstgeschichte als durchgängiges Stilelement.
Auf eine ähnliche Art und Weise rekurrieren auch die Bildwelten der anderen Künstler Alexandra Badt (Den Haag), Nils Franke (Leipziger Schule), Maxim Karikh (Mannheim), Monique Schramm (aus der Berliner Punk-Szene) und Sonja Tines (München) auf das Werk Tarantinos. Kuratiert wird die Ausstellung von der Galeristin Diana Achtzig.
Bitte zur Vernissage anmelden unter: diana@dianaachtzig.de
Event: Achtzig Opening Party und Vernissage in der Kunstgalerie
Uhrzeit/Eröffnung: 19:00 Uhr
Datum: 05.09.09
Ort: Achtzig-Galerie, 10115 Berlin, Brunnenstrasse 150
Diese Einladung richtet sich an alle Kunstinteressierten in und um Berlin!
Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst
Diana Achtzig
Brunnenstrasse 150
(10115 Berlin)
Freitag und Samstag 14:00-19:00
Kunstgalerien, Museen, Künstler, Surrealisten in einer echten oder empfundenen Nähe
- www.brunnenstr.net - Contemporary Art / Kunstgalerien - Berlin-Mitte (Events - Ausstellungen - Galerien)
- Galerie Maud Piquion (Bunnenstr. 38)
- Kunstgalerie Peter Hermann (Bunnenstr. 154)
- Zone B (Brunnenstr. 149)
- Galerie Klemms (Bunnenstr. 7)
- Galerie Mertens (Bunnenstr. 185)
- Galerie Komet (Brunnenstr. 165)
- Galerie für zeitgenössische Kunst - Contemporary Fine Arts - in Berlin Mitte
- Art Forum Berlin
- Brunnenstrasse Berlin - Vom Rosenthaler Thor zum Gesundbrunnen>
- Brunnenstraße Berlin Mitte (Wikipedia)

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Achtzig - Galerie für
zeitgenössische Kunst
Adresse der Galerie
Brunnenstr. 150
10115 Berlin
Email: info@dianaachtzig.de

02.10.2009 - Vernissage

04.09.2009 - Vernissage